Die Reformation in der Grafschaft Wertheim

Graf Georg II. von Wertheim stellte sich sehr früh auf die Seite der Reformation. Und dies sicher nicht nur, weil er von den reformatorischen Lehren Luthers überzeugt war, sondern auch, weil damit eine Intensivierung der eigenen Staatlichkeit und Abgrenzung von den mächtigen Nachbarn, dem Erzstift Mainz und dem Hochstift Würzburg, möglich wurde.

Wohl bereits Mitte 1518 ließ Graf Georg unter dem Eindruck von Luthers 95 Thesen ein Mandat gegen kostspielige Leichenbegängnisse und Jahrtagsstiftungen an die Tür der Wertheimer Stiftskirche schlagen. Auf dem Wormser Reichstag 1521 hatte der junge Wertheimer Graf dann erstmals Gelegenheit, Luther persönlich kennenzulernen. Georg gehörte als Vertreter des Standes der Grafen und Herren dem Reichstagsausschuss an, der Luther zum Widerruf bewegen sollte. Luther widerrief nicht, und ein Jahr später bat Graf Georg den Standhaften um die Empfehlung eines geeigneten Predigers für Wertheim.

Basisdaten

Bundesland: Baden-Württemberg

Regierungsbezirk: Stuttgart

Landkreis: Main-Tauber-Kreis

Höhe: 145 m ü. NHN

Fläche: 138,63 km²

Einwohner: 22.461 (31. Dez. 2014)

Bevölkerungsdichte: 162 Einwohner je km²

Postleitzahl: 97877

Vorwahlen: 09342, 09397 (Dertingen)

Kfz-Kennzeichen: TBB, MGH

Gemeindeschlüssel: 08 1 28 131

Stadtgliederung: Kernstadt, 15 Ortschaften und 5 Stadtteile